Wiener Tage

Highline Gasometer | Wahlhuetter Sebastian Photography | contact

[Foto: Sebastian Wahlhuetter] http://www.wahlhuetter.net

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Los ging alles mit Harrys Einladung: „Hey Jul, wie schauts aus, hast Bock am 20.06. nach Wien zu kommen, wir ham da was am Start. Geil wirds.“ – „Klar, bin dabei und da Vale kommt auch gleich mit.“ und schon war der Plan fix nach Wien zu fahren. Als dann auch noch da Peter daher kam: „Nah, wie schauts aus, ich hätt da noch ne 120er im Angebot“ wurde kurzerhand beschlossen, noch zwei Tage dranzuhängen und von Freitag bis Montag zu bleiben.

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Freitag Mittag angekommen gings dann auch gleich los, ab in die Gasometer, mit dem Lift in den zwölften Stock, rauf auf die Dachterasse, über die Leiter in die Kuppel und ab auf die Highline. Urban Highlining vom feinsten. Es wurden drei Lines gestellt. Eine 45m lange unterhalb der Kuppel, über den Wohnhäusern des seit 2001 revitalisierten Gebäudes, eine 35m lange, zwischen den mittleren beiden der vier ehemaligen Gasspeicher und eine 90m lange Highline, die in meinen Augen eine der bisher schönsten urbanen Highlines ist. Sie wurde von Kuppel zu Kuppel gespannt. Doch leider war der Wind noch nicht mit einer Begehung der 90er Line einverstanden und bließ uns dermaßen um die Ohren, dass wir uns erst einmal auf die kürzere Line im Inneren der Kuppel beschränken mussten und uns noch ein Auftrag für den nächsten Tag blieb.

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Deshalb wurden wir dann am Samstag schon recht bald von der Couch geschmissen und in Harrys Auto verfrachtet um möglichst viel Zeit bei den Lines zu verbringen. Vale legte dann auch gleich los und machte ein paar gute Versuche, leider kam er mit dem Gedanken „wenn ich die jetzt lauf, darf ich sie ja benennen“ nicht so ganz klar und entschied sich doch für seine klassische „one catch“ Begehung. Gleich danach hatte ich meine Chance und nutze sie auch. Mit ein bisschen Glück beim Wind gelang es mir, die Line beim ersten Versuch zu laufen. Auch Peter, der nach der Arbeit noch vorbeischaute, und Igor, der damit seinen neuen Highlinerekord aufstellte, konnten die Line noch laufen. Der Rest des Tages verlief reibungslos. Die Banane wurde gerettet, die drei Feuerwehreinsatzwagen kamen umsonst, da wir uns nicht wie vermutet von den Gebäuden stürzen wollten, und die Lines wurden, ohne auch nur einen Schäkel fallen zu lassen, wieder abgebaut.

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Vorhang zu, Kulissenwechsel, Vorhang auf. Neue Kulisse: traumhafte Felswand mit super Blick ins Tal. Der Plan für die folgenden zwei Tage hört sich leicht an – zwei Tage zwei Highlines, viele Leute – bereitete aber HighlineTripWien_Juli112mdoch ein paar Schwierigkeiten. Leider hatten wir für die 66m lange Highline „Scary Movie“ nicht wie gewohnt eine Angel für die Verbindung, sondern mussten uns mit Stein und Paketschnur helfen, was aber besser funktionierte als gedacht. Die größeren Probleme bereitete jedoch die geplante 120er Line, die sich allerdings doch nur als 112m lang herausstellte. Es musste geklärt werden, wo die Haken hinkommen, wie die Schlingen am besten liegen und natürlich wie die Verbindung geschafft wird. Kurzum, nach einigem Gezanke über mögliche Ankerpunkte, in Bäume verwehte Angelschnüre, versenkte Linegrips und wenigen Zügen am Flaschenzug, hing die Line kurz vor der Dämmerung. Nach den ersten gescheiterten Versuchen mit eingeschränkter Sicht mussten wir mal wieder auf den nächsten Tag hoffen.

HighlineTripWien_Juli112m_02Am Montag gelang es mir, die Line gleich im ersten Versuch zu bezwingen und konnte mir somit den österreichischen Highlinerekord sichern. Wie schließlich der Name „Piefke Express“ zustande kam, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen.

Und so endete ein schönes verlängertes Wochenende in Wien.

Vielen Dank an alle Wiener für die nette Bewirtschaftung, die Organisation der Gasometer Lines, die Autofahrten zu den Spots und natürlich die schönen Tage in enormer Gesellschaft 🙂 . Ich besuch euch bald wieder.

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